Recht auf Heimat

28 Aprile 2008

Nel numero di aprile del “Brixner” è possibile leggere una lunga intervista a Durnwalder, realizzata prima delle elezioni che hanno portato alla discesa della Svp negli inferi del 40%. È un’intervista a tutto campo e dunque, ad un certo punto, si parla anche degli italiani, della questione (è considerata così) Artioli e del “diritto alla Heimat” dei cosiddetti altoatesini.

Sull’Artioli l’opinione del Landeshauptmann è decisa:

Wenn die italienischsprachige Artioli auf unserer Liste kandidiert, dann schadet sie unsere Volksgruppe, weil sie damit den Proporz zugunsten der italienischen Sprachgruppe ändert.

Insomma, peccato che l’Artioli abbia scelto di appartenere al gruppo linguistico e al partito sbagliato. La prossima volta faccia più attenzione.

Il passaggio comunque più interessante dell’intervista è quello che possiamo leggere in corrispondenza di questa domanda:

Aber bitteschön, lassen Sie uns doch mal 20 Jahre weiter denken…

Ecco la risposta di Durni:

Was in 20 Jahren sein wird, kann ich nicht sagen. In nächster Zeit müssen wir aber darüber entscheiden, welchen Status die Italiener haben, die in Südtirol geboren wurden. Landläufig gilt nur der Deutsch- und Ladinischsprachige als “Südtiroler”, der Italiener aber nicht. Dies müssen wir hinterfragen. Ein in Südtirol geborener Italiener ist “Altoatesino”; haben wir auch den Mut, ihn “Südtiroler” zu nennen? Ich bin der Meinung, er hat ein Recht auf Heimat.

Ecco, secondo me questo è un passaggio straordinario. Vediamo perché:

Se partiamo dal fondo (Ich bin der Meinung, er hat ein Recht auf Heimat) potremmo sentirci quasi commossi da tanta generosità. Caspita, un italiano che è nato qui ha “diritto ad avere una Heimat”. Ciò significa dunque che questo diritto finora non ce lo aveva. È un’ammissione importante, no? Peccato solo per quella restrizione (Ein in Südtirol geborener Italiener ist “Altoatesino”) che evidentemente esclude quelli che non sono nati qui (i quali non solo non possono fregiarsi del titolo di Sudtirolesi, ma neppure, a quanto pare, di quello di “altoatesini”).

Durnwalder in ogni caso sente che questa situazione alla lunga non va e vuole promuovere una seria riflessione al riguardo (Dies müssen wir hinterfragen). Ecco come:

In nächster Zeit müssen wir aber darüber entscheiden, welchen Status die Italiener haben, die in Südtirol geboren wurden.

La decisione su quale status possono avere gli italiani “nati qui” (per gli altri, abbiamo visto, non c’è comunque speranza) non può essere evidentemente presa dagli italiani “nati qui”. Essa deve essere presa da NOI (wir müssen darüber entscheiden…). Probabilmente il presidentissimo neppure avrà notato la gravità di queste affermazioni, in verità piuttosto automatiche. Una spia è questa: “Landläufig gilt nur der Deutsch- und Ladinischsprachige als “Südtiroler”, der Italiener aber nicht“. Landläufig significa “qui”, in Sudtirolo. In Sudtirolo dunque solo i sudtirolesi sono sudtirolesi, si afferma senza rischiare purtroppo neppure di essere banali.

In un commento scritto su questo blog (e ripreso dall’autore di Provinciali 2008) Lucio Giudiceandrea qualche giorno fa aveva scritto:

gli altoatesini non sono percepiti perché contano poco – contano poco perché sono spaesati (cioé non conoscono e non apprezzano il posto dove vivono) – sono spaesati perché si sono autoemarginati dal sistema.

Questo giudizio rappresenta la metà di una verità. L’altra metà è contenuta nelle affermazioni di Durnwalder che ho appena commentato.

Pubblico qui l’ultimo contributo della piccola trilogia che ho scritto – grazie all’associazione Heimat di Bressanone – per il mensile “Brixner”. Le parti precedenti (e la versione italiana dei testi) sono state archiviate nella categoria corrispondente. Ringrazio Susanne e Incredula per il loro prezioso lavoro di traduzione.

Bezugnehmend auf die beiden Beiträge, die ich für diese Rubrik schon verfasst habe, möchte ich jetzt ein Resümee ziehen und ein theoretisches Modell skizzieren, das ein Bild der möglichen Integration von den “Verschiedenen” bieten kann, die in demselben Gebiet leben. Ich bin der Meinung, dass wir uns zuallererst einer Gewohnheit (einer Rhetorik) entledigen müssen, die uns in einem gewissen Sinne dazu zwingt, alles im Lichte einer starren, unrüttelbaren Dichotomie zu sehen. Auf der einen Seite die nationalistische Rhetorik, die kompakte Identitätsmerkmale  ermittelt und daran mit den Krallen der Tradition und der Zugehörigkeit festhält. Auf der anderen Seite die Rhetorik des Zusammenlebens, die dazu tendiert, den Lockruf jener Identitätsmerkmale zu unterschätzen und sich dem Glauben hingibt, dass eines Tages die Voraussetzungen für einen Zustand gegeben sein werden, in dem Vereinigung, Harmonie und Weltfrieden triumphieren können. Sowohl im ersten, wie auch im zweiten Fall stehen wir zwei dogmatischen Vereinfachungen gegenüber. So wie es keine monolithische Identität gibt und keine Tradition, die in ihrem Inneren keine Spuren fremder Einflüsse zeitigt, so kann keine Hypothese einer zukünftigen Versöhnung jemals das Auftreten von neuen Unterschieden und neuen Kontrasten verhindern. Jede gelungene Integration ist demnach nichts anderes als der Ausdruck eines Zustands der Gnade, eines unstabilen Gleichgewichts und bedarf stetig des Aushandelns, der Neubestimmung und Überprüfung. Der wahre Qualitätssprung in der Integration verlangt, dass wir uns endlich sowohl vom pessimistischen Glauben an die Endgültigkeit des heute anscheinend Unvereinbaren distanzieren, als auch vom illusionären Wunschgedanken, die Versöhnung könne ohne Verluste erfolgen. In einem gewissen Sinne können wir uns nur täglich dafür einsetzen, dass die Positivität unseres Zusammenseins über die Negativität siegt, die dieses Zusammensein nicht umhin kann dauernd zu nähren. Paul Valéry schrieb einmal: “Wer gleicht diesem Mann mehr als jener, sein Feind, in dieser Phase des Kampfes”? Jede gelungene Integration ist, wie gesagt, nichts anderes als der Ausdruck eines Gleichgewichtspunktes, welcher die Phase eines Kampfes – man hofft natürlich, so lange wie möglich – unterbrechen kann. Ja, jede gelungene Integration ist nichts anderes als das Werk einer Unterbrechung, deren schwierige Kunst wir alle unermüdlich gerufen sind zu erlernen.